Interview mit Neuzugang Dominic Altmeier

„Dominic Altmeier kommt zu seinem Heimatverein zurück“. Das ist seit Jahren ein großer Traum des Vorstandes. Die wenigsten dachten, dass es passiert aber jetzt sitzen wir hier. Wie kam es zu deiner Entscheidung?

Naja, jeder, der mich kennt, weiß wie nahe mir viele Personen in diesem Verein stehen. Fast meine ganze Familie war oder ist in diesem Verein tätig. Ich glaube, da ist es nicht außergewöhnlich, dass man dorthin zurückkehrt. Die Entscheidung ist schon lange getroffen. Der Zeitpunkt ist vielleicht für den ein oder anderen Außenstehenden überraschend.

Was sind denn deine schönsten Erinnerungen an den SV Landsweiler?

Die schönsten Erinnerungen? Das kann ich glaube ich nicht beantworten. Ich habe meine ganze Jugend hier verbracht. Es gibt unglaublich viele Erfahrungen, die ich machen durfte, die mein Leben bis jetzt geprägt haben, Personen mit denen ich bis heute engen Kontakt habe.

Klar, dann versuchen wir es ein bisschen aufzusplitten. Was waren deine größten sportlichen Erfolge mit dem SV Landsweiler?

Jaja die sportlichen Erfolge. Naja letztendlich waren wir für diesen Verein ein sehr besonderer Jahrgang und neben Meisterschaften in der Jugend haben wir es geschafft aus der Kreisliga A mit 2 Meisterschaften in Folge in die Landesliga zu marschieren. Mit einem Alterschnitt von knapp über 20 und nur 3 oder 4 Spielern, die keine Eigengewächse waren, war das schon erstaunlich.

Du hast vorhin erwähnt deine Familie ist schon immer Teil des SV Landsweilers. Was bedeutet das?

Mein Papa war mein erster Jugendtrainer und auch erster Vorsitzender des SV Landsweiler. Meine zwei jüngeren Brüder sind mittlerweile Trainer der Landesligamannschaft, einer spielt dort und einen müssen wir vielleicht reaktivieren, der andere ist im Vorstand. Sogar meine Zwillingsschwester war hier Spielerin und Jugendtrainerin. In der ersten und zweiten Mannschaft spielen außerdem mehr als 10 Spieler, die ich während ihrer Jugend trainiert habe. Wenn man sich so lange kennt, so viel Zeit miteinander verbringt, dann bedarf es nicht vieler Worte, um zu wissen, was in dem anderen vorgeht.

Trotzdem hast du den Verein verlassen. Was waren die Gründe und wie ging es weiter für dich?

Tatsächlich verlassen habe ich den Verein nie. Ich bin seit 23 Jahren Mitglied.

Aber es ist richtig, dass ich nach der ersten Saison in der Landesliga nach Wiesbach gewechselt bin. Die Entscheidung fiel beim Essen mit meinem Papa. Die Gründe waren rein sportlicher Natur, wobei es geholfen hat, dass ich eine Fahrgemeinschaft mit meinem kleinen Bruder machen konnte. Ich wurde dort zum Stammspieler und konnte im zweiten Jahr eine Meisterschaft und den Einzug ins Pokalfinale feiern. Nach einem Jahr Fahrgemeinschaft nach Eppelborn bin ich dann nach Saarbrücken in die Amateurmannschaft des 1. FCS. In diesem Jahr wurde Jürgen Kohler auf mich aufmerksam, der mich dann zum SC Hauenstein holte. Wir hatten eine extrem spielstarke Mannschaft und konnten den Südwestpokal gewinnen und haben den Aufstieg in Regionalliga in einem unfassbaren Relegationsspiel, verpasst. Leider konnten große Teile der Mannschaft und der Trainer nicht gehalten werden. Ich bin dann zurück ins Saarland zu Röchling Völklingen. Wir haben mit einer supererfahrenen Mannschaft eine Riesensensation gepackt und sind durch die Relegation in die Regionalliga aufgestiegen. Das war schon bemerkenswert.

Du bist 28 Jahre alt. Wenige Fußballer gehen in diesem Alter einen solchen Schritt. Fällt es dir schwer? Besonders wenn man, bedenkt, dass du momentan in einem klassenhöheren Verein spielst.

Nein. Ich habe und hatte nie das Gefühl, mich gegen etwas oder einen Verein zu entscheiden. Auf sportlicher Ebene kann ich sagen: Ich bin einfach froh wieder hier zu sein und der jungen Mannschaft in ihrer Entwicklung zu helfen und die Ziele des Vereins zu erreichen. Aber das ist ja nur ein Bruchteil von dem, was der SV Landsweiler für mich bedeutet. Die familiäre Atmosphäre und der ehrliche Umgang in Landsweiler ist bei meinem jetzigen Verein (SV Röchling Völklingen) in dieser Art nicht vorhanden, was es mir sehr leicht gemacht hat, diesen Schritt zu gehen. Ich meine, es geht ja um Heimat und Familie letztendlich. Wer sollte da mithalten können? Für mich ist es eine absolute Herzensangelegenheit.

Du hast es schon angedeutet: wir haben eine sehr junge Mannschaft. Wie sehen die Prognosen und Ziele für die kommende Saison aus?

Das ist momentan denke ich schwer zu sagen, da vieles von der ersten Mannschaft abhängt. Grundsätzlich sehe ich große Möglichkeiten für die komplette SG Lebach- Landsweiler. Aufgabe wird es sein, die Jugendarbeit zu forcieren, sich mit der ersten Mannschaft in der Saarlandliga zu behaupten und jungen Spielern, ob bei Lebach Landsweiler 1 oder 2, möglichst viel beizubringen. Im Optimalfall versuchen wir natürlich in der Landesliga oben mitzuspielen und mit der ersten Mannschaft in der Saarlandliga zu bleiben.

In Ordnung. Zum Abschluss noch einige kurze Fragen mit der Bitte um kurze Antwort:

Rückennummer: 9,35,34, 26, 21 am aller liebsten die 11

Lieblingsessen: Kuchen und Frühstück mit Marc

Hobbies: siehe Lieblingsessen

Spitznamen: Das ist schwer. Patrick Zoundi hat „Alti“ etabliert, Jürgen Kohler „Domii“, für Chris Schneider bin ich „Berry“ und Laura „Haas oder „Sippi“. Marc wechselt zwischen „Taube“  und „Tiger“, aber die meisten sagen „Domme“.

größter sportlicher Erfolg: ich habe noch in keinem Pflichtspiel einen Platzverweis bekommen.

sportliche Vorbilder: meine Zwillingsschwester und weit dahinter Kevin Garnett, Mike Tyson und Brian Dawkins.